Die Madegassen sind keine Kreolen.

Die europäischen Kolonisten hatten Plantagen für Gewürze und Zucker auf den vulkanischen Inseln im Indischen Ozean angelegt. Die Kreolen (Bourbon oder Mascareigne) sind die Mischlinge von den europäischen Kolonisten mit den Sklaven, bzw. Zuwanderern aus Afrika, Süd Indien, Sri Lanka und aus Madagaskar. Sie waren um auf den Plantagen zu Arbeiten auf diese Inseln gebracht wurden.  Die Kolonisierung der Inseln im indischen Ozean begann in Fort Dauphin  (Madagaskar) in 1642, dann La Réunion in 1665, es folgten dann Mauritius, Rodriguez und die Seychellen.

Madagaskar in einem Blick

Die Erde bewegt sich: Früher gab es nur den großen Kontinent PANGÄÄ

- vor 200 Billionen Jahre trennte sich der Kontinent in Gondwana und Laurasia. Madagaskar und Indien waren eine Halbinsel am Kontinent Gondwana

- vor 150 Billionen Jahre trennte sich die Halbinsel „Madagaskar-Indien“ von Gondwana und bewegte sich in Richtung Westen.

- vor 100 Billionen Jahre, trennten sich dann Indien und Madagaskar, Indien bewegte sich nach Norden und  Madagaskar bewegte sich  nach Osten.

- vor 80 Billionen Jahre prallte Indien auf den Kontinent Laurasia, und Madagaskar befindet sich, als eine wunderschöne Insel, im Indischen Ozean.

1&1/2 mal größer als Deutschland, liegt die Viertgrößte Insel Madagaskar  400 km entfernt von Südost Afrika im Indischen Ozean mit 587040 km², Subtropisches Klima, mit ca. 22 Millionen Einwohner.

Niemand kann  die genaue Ursprung der Worte weder Madagaskar, noch  „Malagasy“ = Madegassen klären. Viele Vorraussetzungen, auch wie folgende, waren ans Licht gekommen:

Aus Hindi-Sprache*: Mad´hos = Freude, Fröhlichkeit und Zufriedenheit, die genau mit der Madagassischen Charakter entspricht. Und Vielleicht hatten die Indischen Besucher der Insel diesen Name an die Bewohner gegeben. Später  heißt es „Malagasy“ = Madegasse.

Daher kommt auch das Wort Madagascar = dort wo die Mad´hos wohnen.

(*Die Westindien, Pakistan und muslimische Indonesien sprechen bisher Hindi-Sprache)

Durch die Chronologie der Geschichte, durch den sehr geringen hinduistischen Eindruck auch in der madagassische Sprache, als auch in der Kultur, kann man denken, dass die Zuwanderung der  „Austronesier (Malayo-Polynesien, und Tagalog), schon viel früher als die Zeit der Hinduisation Süd-West Asiens stattgefunden hat, das heißt vor dem Ersten Jahrhundert unserer Zeit. Die madegassische Sprache ist überall auf der Insel (von Nord nach Süd, von West nach Ost), und wird von allen 18 Stämmen beherrscht. In Technologie und Landwirtschaft weisen alle madegassischen Stämme viele gemeinsame Merkmale mit den Indonesiern auf. „Totenkult, Hausbau mit 4 eckigen Wänden (Afrikanische Häuser sind Rund), der Reisfeld-Anbau, ...“. Die Forschungen unterscheiden deutlich die madegassische Kultur von der Afrikanischen Kultur.

Forschungen berichten über massive Zuwanderung nach  Madagaskar seit 900 n. Christus. Aufgrund dieser starken Zuwanderung auf die große Insel Madagaskar, gab es immer wieder Konflikte. Die Ur-Bewohner zogen sich in den Wald zurück.  Der dichte Urwald diente als Schutz gegen den Menschenhandel der Piraten und Europäer, sowie von anderen. Später diente die Küste als Handelspunkte von landwirtschaftlichen und anderen Waren: geschützt durch den Urwald konnte die Agrarprodukte und Handarbeit im Hochland  ungestört produziert werden.

Um das friedliche Zusammenleben zu ermöglichen, fand im 15. Jahrhundert ein Großes Treffen aller Bewohner zum ersten Mal statt, mit Ausnahme der Europäer und Piraten, weil  diese nicht am Zusammenleben, sondern nur an der Ausbeutung  der Insel interessiert waren.